+ Saison 2002 + Teilnehmer + Zeitplan + Bilder
Leider ist das super Rennen von Lloret de Mar nun schon vorbei. Ich kann nur sagen, daß dies das beste Rennen war, wo ich je gefahren bin. Es hat alles gestimmt. Ob es nun die Organisation, das Wetter, die Bahn, das Umfeld, die super Lage gewesen sind, es war alles in allem ein Traum. Ein echtes Muß für jeden begeisterten RC-Car Fahrer. Es müsste eigentlich jeder geschlagen und geohrfeigt werden, der dieses Event verpasst hat. Wir kamen am Donnerstag morgen so gegen 6:30 Uhr in Lloret an. Alles hat noch geschlafen, und wir (Ernst Utz, Carsten Wolf, Holger Forst, Reinhard Drdlicek und ich) mussten natürlich als erstes die Bahn in Augenschein nehmen. Also nix wie rauf auf den Fahrerstand, und einfach nur staunen. Uns beeindruckte die lange Gerade mit der leichten Kurve. Ob diese wohl voll geht?? Wie sich später herausstellte, ging sie ohne Probleme voll. Nur die kleine Brücke beunruhigte mich ein wenig. Ich hatte keine Lust daran zu zerschellen. Nach unserer Inspizierung der Bahn wurde unsere lange Anreise schon mit dem bevorstehenden Sonnenaufgang belohnt. Ein wahrer Traum. In Deutschland ist es nun kalt und regenerisch, und wir stehen hier im Fahrerlager des sonnigen Spaniens, dachte ich so bei mir. Als nächstes machten wir uns ans Auspacken der Ausrüstung. Carsten, Reinhard und Ernst schliefen unterdes noch im Auto, also suchten Holger und ich uns schon einmal einen schönen Platz im Fahrerlager. Wir standen direkt an der Uferpromenade des Sandstrandes von Lloret de Mar. Vor uns in ca. 20 Meter Entfernung rauschte das Meer. Nachdem wir uns alles eingerichtet hatten, wurden auch langsam die Schlafmützen wach, und gegen 10:00 Uhr ging es dann mit dem freien Training nach Gruppen los. Da die Bahn von Anfang an sehr viel Grip hatte, konnte man auch gleich einigermaßen fahren. Nach vier Durchgängen jeder Gruppe, musste das Auto abgestimmt sein, denn am nächsten Tag stand das Quali auf dem Programm. Abends im Hotel angekommen stellte sich heraus, daß es auf dem Dach des Hotels einen Whirlpool und ein Schwimmbad gab. Im Whirlpool hatte man direkten Blick auf die Rennstrecke und das Meer. Mehr muß ich ja da wohl nicht zu sagen, oder?? Am Freitag waren dann die Vorläufe an der Reihe, und es wurde schwer eingestellt, und die Autos für die letzten Zehntel abgestimmt. Jeder hatte viel Spaß an diesem Rennen. Man konnte den Leuten förmlich die Begeisterung ansehen. Die Sonne schien bei ca. 25C° und es war trotz eines EFRA GP eine recht lockere Stimmung. Bei der Abnahme der Autos wurde auch nicht so ernst geschaut wie sonst. Ich denke Herr Petermann und Herr Stumpf wollten auch einfach nur dieses Rennen genießen, und auch den Fahrern ihren Spaß lassen. Samstag ging es dann um die Wurst, denn nachdem am Freitag nur zwei Vorläufe gefahren wurden, standen nun die letzten zwei auf dem Programm. Wieder hatten wir strahlenden Sonnenschein, und in kurzen Hosen und T-Shirt war es gut auszuhalten. In der Mittagpause konnten wir dann noch gemütlich Moped fahren, und die Zuschauer waren total begeistert. Nachdem Clark mit seinem 7X2er Motor das Moped geschrottet hatte, und Carsten die Schrauben der Ritzels verloren hatte, musste ich dann alleine meine Runden drehen. Flavio hatte sein Bike leider zu Hause gelassen, sonst wäre er auch noch von der Partie gewesen. Am folgenden Sonntag ging es dann um die Wurst. Nachdem ich mit Flavio, Matthias, Christoph, Marcel und Albrecht bis morgens um 4:30 Uhr im Casino und in Discos gezecht hatte, blieben mir leider nur zwei Stunden Schlaf. Holger hatte wie immer die Hektik und weckte mich leider schon um 7:00 Uhr. Somit quälte ich mich zum Frühstück und nach ein paar Kaffee (Chlorkaffee) konnte ich einigermaßen aus den Augen schauen. Wolf und Utz hatten natürlich wie immer wieder ein paar dumme Sprüche auf Lager, aber das war ja nix neues. Die Finalläufe standen nun auf dem Programm. Oddi, Wohlert, Strauch und Veysseyre konnten es ruhig angehen lassen, da sie sich direkt qualifiziert hatten. Wieder war perfektes Wetter, und somit die perfekten Bedingungen. Im Endlauf führte M. Strauch vor I. Oddi und M. Baruzzi, als dann als erstes Oddi und Strauch der Saft eine Runde vor Schluß ausging. Baruzzi konnte sich mit auch schon stotterndem Motor gerade noch ins Ziel kämpfen. Er gewann und Flavio wurde 3. Marcel tat mir richtig leid. Hatte er doch ein so super Rennen hingelegt, nachdem er vom Start nach einem Crash letzter war, führte er bis wie gesagt eine Runde vor Schluß das Feld durch eine super Aufholjagd an. Nach der Siegerehrung, die mit sehr hübschen Girls abgehalten wurde, gab es noch die obligatorische Champagnerdusche. Wir hatten unsere Sachen schon ins Auto verladen, und traten dann mit einem weinenden Auge die Heimreise an. Die letzten Blicke und Eindrücke des Rennens gingen noch einmal an uns vorbei, als wir Lloret hinter uns ließen. Nächstes Jahr kommt bestimmt, und wir sind sicher wieder dabei.